Foto "Kalihalde im Sonnenuntergang" - Torsten Düver, April 2017

Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen

Die Kalihaldenabdeckung - aus unserer Sicht


08.04.2019
08.04.2019

Der Streit um den „Kali-Mandscharo“

Ein Beitrag im Deutschlandfunk mit Audio-Podcast. Zum Beitrag geht es mit einem Klick auf diesen Link.

Zum Abspielen des Audiobeitrages muss auf der Internetseite des DLF nur unten rechts auf dem Foto auf das Symbol "Hören" geklickt werden.

Am 08.04.2019 hat der Deutschlandfunk in einem Beitrag der Reihe „Giftmüll“ über die Kalirückstandshalde Wathlingen und ihre geplante Abdeckung mit mineralischen Abfällen berichtet. Bemerkenswert ist in dem Beitrag die Aussage, für die Annahme von belastetem Bauschutt und Bodenaushub seien aktuell bereits zwischen 30 und 50 Euro pro Tonne üblich!

Ende 2016 waren es laut Hannoverscher Allgemeiner Zeitung noch 18,50 Euro und eine weitere Erhöhung war auf (nur) gut 20 Euro angekündigt. Die Firma K+S ist laut Äußerung ihres Projektleiters Jahn in der Sendung dagegen angeblich froh, dass sie für die Stoffe, die sie annimmt, einen Erlös erzielt, der den „enormen Aufwand der Abdeckung deckt“. Wie passt das zusammen?

Damals hat ein Unternehmer beklagt, dass sich die Firma wie ein Monopolist verhalte. Das legt erst recht nahe, dass mit solchen Deponien große Gewinne gemacht werden. K+S ist aber in der Pflicht, eine Altlast zu beseitigen!

Jahn wird auch in der Sendung, wie bereits im Erörterungstermin, nicht müde, zu behaupten, die Halde (ohne Dichtung an der Basis) habe meistens einen Abstand zum Grundwasser und der Untergrund aus Sand sei durch Zusammenpressen relativ wasserundurchlässig.

K+S baut offenbar - im wahrsten Sinne des Wortes - auf Sand! Auch K+S gibt zu, dass die Halde in den Boden eingesunken sein muss – laut Jahn aber so wenig, dass sie (meistens) gerade noch keinen Grundwasserkontakt habe, andererseits aber stark genug, dass der Sand extrem zusammengepresst worden sei. Für die BI Umwelt Wathlingen ist das reines Wunschdenken. Sand wird selbst durch Zusammenpressen nicht wasserdicht. Vor allem - warum wird die tatsächliche Situation unter der Halde nicht endlich einmal untersucht? Die entsprechenden technischen Möglichkeiten gibt es!

Solche Untersuchungen sind auf jeden Fall dringend erforderlich!

Unseren Pressebericht zu dem Beitrag im Deutschlandfunk lesen sie hier -> Presseberichte


Der Protest hat ein Symbol !

In den Stellungnahmen und Einwendungen der Gemeinden, Naturschutzverbände, vieler hundert Bürger und den Bürgerinitiativen Umwelt Uetze und Wathlingen im Planfeststellungsverfahren sind viele gute Argumente vorgebracht worden.

 

Es gibt einen breiten Widerstand gegen dieses Vorhaben, das keine Rücksicht auf die Menschen, die hier leben und ihre Umwelt nimmt. Das haben wir so nicht erwartet und sind beeindruckt. Dieser Protest brauchte ein Symbol – und das hat er jetzt auch. 

 

Ein Kreuz – grau und rot. Das Kreuz macht deutlich, dass sich die Menschen in Wathlingen und den umliegenden Orten gegen die geplante Haldenabdeckung, die Schädigung ihrer Umwelt und den massiven Lkw-Transportverkehr durch ihre Dörfer stellen.

 

Das graue Brett symbolisiert die umweltschädliche Salzhalde, die unbedingt beseitigt werden muss. Das rote Brett (Rot steht international für Abfall) symbolisiert das Durchkreuzen der Pläne von K+S, auf eine marode Salzhalde Millionen Tonnen erheblich belasteter Abfälle zu packen. Ebenso muss verhindert werden, dass Produktionsabwässer aus Hessen sowie flüssige Abfallstoffe, wie gering radioaktiv kontaminierte Rauchgasschlämme und Assewasser nach Wathlingen transportiert werden. 

Das Kreuz steht auch für etwas – nämlich die Beseitigung der Halde, Renaturierung des Haldengeländes, Schutz des Grundwassers, den sicheren Abschluss des Grubengebäudes zum Schutz vor massiven Bodensenkungen sowie Schutz des FFH-und Naturschutz-gebietes Brand. Deshalb:  

K+S Pläne durchkreuzen – Natur statt Deponie!


Natur statt deponie

Kalihaldenabdeckung stoppen !

Worum geht es?

Um dich und deine Lebensqualität, deine Gesundheit, dein Eigentum und deine Umwelt.

 

Der Bergbau hat die Kalihalde in Wathlingen hinterlassen. Eine Auflösung der Salzhalde kann durch eine Abdeckung mit diversen schadstoffbelasteten Materialien (nur) verzögert werden. Die Schadstoffe aus der Abdeckung werden Mensch und Umwelt belasten. Die Auflösung der Halde und die Versalzung des Grundwassers werden nicht verhindert.

Was bringt die Abdeckung für Wathlingen?

  • mindestens 20 Jahre Lärm & Staub
  • Gesundheitsrisiken
  • Schadstoffe
  • LKW-Route vor der Tür
  • Wertverlust der Grundstücke und Immobilien
  • Ungewissheit

Wir kämpfen für alle, die hier leben!

 

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