Schaubilder

Durch die folgenden, mit einfachen Mitteln erstellten, drei Schaubilder wollen wir zeigen, wie die Firma K+S die Abdeckung der Kalirückstandshalde in Wathlingen plant. Wichtig ist uns vor allem, zu veranschaulichen, welche Probleme es hinsichtlich der Halde aus Sicht der BI aktuell schon gibt. Auf lange Sicht würden weitere gravierende Folgen hinzukommen. Letztlich werden die Auflösung der Halde und die Versalzung des Grundwassers nicht gestoppt, sondern nur verzögert.

(Die Skizzen sind nicht maßstabsgetreu)

Geplante Abdeckung

© Holger Müller, 2017
© Holger Müller, 2017

1. Kalirückstandshalde (vermutlich ohne Basisabdichtung)

2. Dichtungsschicht unter der Abdeckung

3. Kapillarbrechende Schicht

    (aufbereiteter Bauschutt - soll Aufstieg vegetationsschädlichen, salzbelasteten Niederschlagswassers verhindern)

4. Niederschlagswasser (eingesickert)

5. Drainage

6. Schüttkeil (Abfallstoffe)

7. Kulturschicht (überwiegend Abfallstoffe) mit Vegetation

8. Berme (Fahrspur) mit Entwässerungsgraben (führen ringförmig um die Halde herum)

9. Dichtungsschicht über der Halde (Material unbekannt)

aktuelle Situation

Probleme bezüglich der bestehenden Kalirückstandshalde

© Holger Müller, 2017
© Holger Müller, 2017

1. Oberfläche - Tonschicht nicht flächendeckend / Rinnen -> durchlässig für Niederschlagswasser (A)

2. Randbereiche wasserdurchlässig (A) 

3. Verkarstungen, die den Haldenkörper durchziehen können (A)

4. Fehlende Basisabdichtung zu vermuten (A)

5. Einsenkung der Halde zu vermuten (B)

6. Grundwasserkontakt der Haldenbasis möglich (B)

(A) keine grundsätzliche Lösung durch die Abdeckung

(B) Verschlechterung durch die Last der Abdeckung

Probleme mit der Abdeckung auf lange Sicht

© Holger Müller, 2017
© Holger Müller, 2017

1. Grubengebäude teilweise unter der Halde

     -> Bodensenkung und weitere Einsenkung der Halde / Abdeckung und damit Auflösung von unten wahrscheinlich

2. Höhere Grundwasserstände bei Wiedervernässung des Brandes im Haldenbereich möglich

3. Erosion der Abdeckung durch umstürzende Bäume, Tierhöhlen, Stürme und Starkregenereignisse

4. Zumindest ein Teil des eingedrungenen Niederschlagswassers dringt bis zur Kalirückstandshalde vor,

    verdunstet nicht und löst Salz auf.